CARAMBOLAGE - Weiterbildung und Vernetzung für den film- und medienkünstlerischen Nachwuchs

Anmeldung bis zum 23. Oktober 2016!

Samstag, 5. November 2016, 11-18 Uhr

Workshop: Theorie und Praxis der künstlerischen Selbstpräsentation – Arbeit am Portfolio mit Schwerpunkt auf zeitbasierten Medien

Einführungsvortrag: Stephanie Sarah Lauke (M.A., Köln, Berlin)

Workshopleitung: Julika Rudelius (Künstlerin, Senior Lecturer Yale University, Advisor de Ateliers Amsterdam; Frankfurt)

Einführungsvortrag: "Aufzeichnen, übertragen, anordnen"
Die erfolgreiche Selbstpräsentation setzt eine gelungene Dokumentation des künstlerischen Werkes voraus. Für Künstler_innen, die installativ, performativ oder mit Bewegtbildern arbeiten, gestaltet sich die Dokumentation qua ihres ephemeren Charakters als besonders herausfordernd. Der Vortrag führt in Begriffe und Ansätze der Kunstdokumentation ein und veranschaulicht ihre Probleme und Potenziale an Beispielen.

Workshop
Im Workshop werden die eigenen Portfolios in der Gruppe besprochen, diskutiert und weiterentwickelt. Anhand ausgewählter Arbeiten werden gezielte Dokumentations – und Präsentationsstrategien entwickelt und über die Idee der Selbstrepräsentation an sich gesprochen. Folgende Fragen stehen hierbei besonders im Vordergrund: Wie vermittle ich meine eigene künstlerische Arbeit, an wen und mit welchem Ziel? Wie kann ich ephemere Werke wie Video, Film oder Performance adäquat abbilden? Wie verändert sich die Idee meiner Arbeit, wenn sie zum 'Objekt' wird? Muss und möchte ich meine Arbeit überhaupt repräsentieren? Was macht ein gutes Portfolio aus und was heißt eigentlich „gut“? Anhand der Portfolios der Kursteilnehmer_innen besprechen wir, welche Strategien der Selbstrepräsentation und Inszenierung der eigenen Arbeit bestehen. Wir versuchen hier, das Portfolio als eine eigenständige Arbeit und nicht als eine nötige Pflicht zu sehen. Auf diese Weise kann das Erstellen von Portfolios eine ganz neue Perspektive auf die eigene Arbeit eröffnen und als Impuls für neue Ideen dienen. Alle Kursteilnehmer_innen sollten zum Workshop ihr aktuelles Portfolio mitbringen und bereits ein bis zwei Arbeiten ausgewählt haben, die schwierig zu präsentieren sind und/oder im Workshop näher besprochen werden sollen. 

Bewerbung: Wir bitten alle Interessenten, sich zunächst mit ihrem Portfolio (PDF) für die Workshopteilnahme zu bewerben.

Anmeldung erforderlich unter: wunderlich@remove-this.videonale.org

Teilnehmergebühr: 20 € pro Person

Maximale Teilnehmerzahl: 10-12 Personen

Bewerbungsfrist: 23. Oktober 2016

Ort: Quartier am Hafen Poller Kirchweg 78, 51105 Köln

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit:


Die Workshopdurchführenden:

Stephanie Sarah Lauke ist Medien- und Kunstwissenschaftlerin. Ihr Forschungsinteresse richtet sich auf die Bewegtbildkünste, Kunstdokumentation und Archivierung des audiovisuellen Kulturerbes. Nach ihrem Magisterabschluss in Medienkultur und Philosophie an der Universität Hamburg war sie von 2011 bis 2015 an der Kunsthochschule für Medien Köln als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig, zuletzt in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt An den Grenzen der Archive – Neue kunstwissenschaftliche und künstlerische Herausforderungen im Umgang mit Archiven. Aktuell schließt sie ihre Promotion in Kunstwissenschaft ab, in der sie ausgehend von der Fernsehberichterstattung über Bewegtbildinstallationen die medialisierte Kunsterfahrung als distinkten Erfahrungsmodus von Kunst bestimmt.

Julika Rudelius ist eine international bekannte Video- und Performancekünstlerin. Sie studierte Fotografie an der Rietveld Academy in Amsterdam und nahm an verschiedenen Residenzprogrammen teil, wie Residenz in der Rijksakademie van beeldenden kunsten, Amsterdam; ISCP Programm in New York; Lower Manhattan Cultural Council Workspace Program, New York. Rudelius’ Arbeiten wurden international ausgestellt unter anderem im Tate Modern, London; Stedelijk Museum, Amsterdam; ZKM, Karlsruhe; Brooklyn Museum, New York; MOCA North Miami, Miami; The ICP Triennial 2009, International Center of Photography, New York; The 2009 International Incheon Women Artists’ Biennial, Korea; Heartland, Smart Museum, Chicago. Einzelausstellungen (Auswahl): Leo Koenig Inc, New York; Galerie Michael Janssen, Berlin; Museum of Arts and Design, New York; Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart; Institute of Modern Art, Brisbane; Swiss Institute of Contemporary Art, New York; Centre Culturel Suisse, Paris; Stedelijk Museum Bureau, Amsterdam; and at the Frans Hals Museum, Haarlem. Sie lebt und arbeitet derzeit in Los Angeles, Amsterdam und Frankfurt.