FILMPARCOURS

Do, 2. – Sa, 4. Juni

19:00 – 23:00

Ob nun narrativ, experimentell, dokumentarisch oder als Animation, alle von new talents präsentierten Abschluss- und Erstlingswerke zeichnen sich durch ihren außergewöhnlichen Blickwinkel auf das Außen aus, der einen Weg in unser Innerstes eröffnet. Diesem Effekt entspricht new talents in diesem Jahr mit einem eigenen Filmparcours mit ungewöhnlichen Screening-Formen in Ladenlokalen, Kneipen oder Tiefgaragen.
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I | hdak – haus der architektur köln

Lucky

Regie: Kirsten Geißer (Kunsthochschule Halle, 2015) und Ines Geißer (Kunsthochschule Kassel, Abschluss 2013)
Animationsfilm, 2015, 11 min.

"Im Zentrum steht die Suche nach dem Glück. Da ist Scheitern im Spiel und Sehnsucht und ein Geruch aus Kindertagen, der seiner Romantik beraubt wurde.“ Prof. Jens Gussek


II | Atelierwohnung Peterstraße 15

21,3°

Regie: Helena Wittmann (HFBK Hamburg, 2014)
Experimentalfilm, 2014, 16 min.

Durch entschiedene filmische Reduktion bekommt sonst so Übersehbares Beachtung und entführt zu einer geschärften Wahrnehmung, nicht nur gegenüber der Raumtemperatur von 21,3°. 


III | Lenz und Johlen Rechtsanwälte (Tiefgarage)

Valentina

Regie: Maximilian Feldmann / Kamera: Luise Schröder
(Film-Akademie Baden-Württemberg, 2015)
Dokumentarfilm, 2016, 51 min.

Eine Armensiedlung im Roma-Viertel. Die 10-jährige Valentina lädt uns zu ihrer Familie ein. Skurrile Anekdoten, Tagträume und dokumentarische Beobachtungen. Ein Film, so lebensprall wie seine streunende Heldin.


IV | Asia-Pacific-Reisen (Reisebüro)

Der Langstreckenläufer

Regie: Zuniel Kim (Kunsthochschule Kassel, 2015)
Dokumentarfilm, 2015, 15 min.

Gegen den Stillstand, in langen ruhigen Laufeinstellungen erfahren wir in einem inneren Monolog die Lebensgeschichte des äthiopischen Marathonläufers Ybekal Daniel Berye.


V | Kölsch-Kneipe „Veedel“ (Keller)

Richard & Gilbert

Regie: David Sarno (Hochschule für Gestaltung Offenbach, 2014)
Kurz-Spielfilm, 2015, 20 min. 15 sec.

Richard und Gilbert ermitteln in einem einsamen Dorf, das von grausamen Morden heimgesucht wird und geraten in ein gefährliches Netz ihrer Begierde zueinander.


VI | LAMHE Tours (Reisebüro)

Bär

Regie: Pascal Floerks (Film-Akademie Baden-Württemberg, 2014)
Dokumentarfilm, 2014, 8 min.

Nach feinem Instinkt, mit eigener Stimme aus dem Off erzählt Floerks auf eindrücklichen Fotografien die Geschichte seines verstorbenen Großvaters, der durch einen Bär vertreten wird.


VII | falke architekten

Don’t fence me in

Regie: Ann Sophie Lindström (University of applied science and art Hannover, 2014)
Dokumentarfilm, 2015, 9 min.

Wie eine Tradition die Industrialisierung überlebt, zeigt der Film in der Verbindung der Pferdehalter und „Cowboy-Community“ mit der amerikanischen Jugendkultur in Philadelphia.


VIII | Lungengasse 22 // 19:00 und 22:00

Das Satanische Dickicht 1+2

Regie: Willy Hans (Hochschule für Bildende Künste Hamburg, 2016)
Kurz-Spielfilm, 2014, 2 x 30 min.

In leicht nebulös-kühler Bildsprache und spärlichen Dialogen wird ein Alltag dörflicher Tristesse gezeichnet, dem sich ein kaum auszuma- chendes Unheil unterlagert.


IX | hdak – haus der architektur köln (Fassade) // ab 21:00

Substanz

Regie: Sebastian Mez (Film-Akademie Baden-Württemberg, 2012)
Experimentalfilm, 2014, 14 min.

In einer Umgebung, die durch radioaktive Zerstörung keine klaren Linien mehr kennt, macht die filmische Komposition Unsichtbares erfahrbar.


X | Kunsthaus Rhenania // dauerhafte Präsentation im Medienkunst-Parcours

Quimtai

Regie: Camilo Colmenares (KHM, 2014)
Experimentalfilm, 2016, 6 min. 30 sek.

Die per Laser auf 35mm Black-Lead-Film eingravierte abstrakte Animation basiert auf präkolumbianischen Mustern der indigenen Kulturen, Quimbaya und Tairona.


XI | VIDEONALE im Kunstmuseum Bonn // dauerhafte Präsentation im Medienkunst-Parcours

in Kooperation mit Videonale Bonn & Kunstmuseum Bonn

Desert Miracle

Regie: Miriam Gossing und Lina Sieckmann (KHM, 2016)
Experimentalfilm, 2015, 10 min.

Wo Kitsch und Versprechen zusammentreffen, untersucht der Film die Ökonomisierung der Sehnsucht „Liebe“ und deren kommerzialisierten Lebensstil.