Faidra Chafta-Douka

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(13 min.)

Uraufführung der Kompositionsaufträge I:
C | KOLUMBA Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Sonntag, 22. Mai, 11 Uhr

Durch Reduzierung und Wiederholung wird der Fokus auf das Erfahren von Zeit gelenkt und das Verständnis von „Anfang” und „Ende” in Frage gestellt. Schlussendlich kann das Stück als Teil eines großen Ganzen verstanden werden, welches nicht dort beginnt oder endet wo das Stück es tut. Bei dem Versuch eine solche Form zu erzeugen war es notwendig sich nicht auf Entwicklung oder Prozess zu fokussieren und stattdessen Kleinst-Erarbeitung und Kleinst-Prozesse im Hintergrund zu belassen, ohne die vordergründige Aufmerksamkeit der Zuhörer darauf zu lenken – und so an der Möglichkeit zu arbeiten, die Linearität von Zeit zu unterbrechen. Die individuelle Erfahrung dieses „Moment in Time“ während der Performance ist der Hauptfokus und das Anliegen dieses Stückes, und nicht die Erschaffung einer gradlinigen musikalischen Erzählung oder Dramaturgie. 

Vita

Faidra Chafta-Douka wurde 1990 in Athen geboren.
Sie hat Komposition an der Aristotle University of Thessaloniki unter Michalis Lapidakis und Dimitris Papageorgiou sowie der Hochschule für Musik Dresden unter Mark Andre, Manos Tsangaris und Franz Martin Olbrisch studiert.

Derzeit ist sie an der Universität der Künste Berlin bei Daniel Ott eingeschrieben. In den letzten Jahren hat sie an vielen verschiedenen Seminaren und Meisterklassen teilgenommen, u.a. mit Georges Aperghis, Beat Furrer, Tristan Murail, Michael Roth und Clemens Gadenstätter.
Ihre Stücke wurden im Rahmen von Workshops, Festivals und anderen Konzerten und von unterschiedlichen Performern, wie dem Dissonart Ensemble, AuditivVokal Dresden, Dresdner Philharmonie und trio sostrenuto aufgeführt. Seit kurzem liegt ihr Fokus nicht nur auf klassischer Musik, sondern auch vermehrt auf Musiktheater und der Arbeit mit Sprache, Stimmen und minimaler Bühnendramaturgie.